Vorzeitigen Sinkflug verhindern

von Elisabeth Michel-Alder

46% der Personen 50plus mit Fachhochschul- oder Universitätsabschluss möchten gemäss einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Deloitte nach 64/65 weiterarbeiten. Welche Unternehmen geben ihnen die Chance? Solche Arbeitgebende treffen sich künftig im virtuellen „Club Overtime“.

Ohne Bedarf müssen Arbeitgebende niemanden anstellen; Erwerbstätige dürfen – selbstverständlich den Versicherungsregeln entsprechend - ihren Job mit 64/65 an den Nagel hängen. Doch weil wir länger jung sind, während wir älter werden und sich Lücken öffnen, weil schmalere Jahrgänge in den Arbeitsmarkt nachrücken, leistet bereits heute ein Drittel der schweizerischen Bevölkerung im Ruhestand Erwerbsarbeit. Mit oder ohne Covid 19. Viele als Selbständige.

Wer als arbeitgebende Organisation seine Verträge entfristet, beachtet mit guten Gründen ein paar heikle Aspekte und formuliert klare Rahmenbedingungen. Weil Wechsel in operativen Führungspositionen positive Dynamik auslösen, sollte Sitzenbleiben auf der C-Etage übers offizielle Pensionierungsalter hinaus ein Tabu sein. Eine veränderte Personalpolitik für Ältere ist mit Massnahmen für junge Berufseinsteigende zu koppeln, Generationenmanagement lautet das Stichwort, Firmen sollten sich kein Veteranen-Image zulegen. Regelungen für die Betriebliche Vorsorge (2. Säule) sind im Voraus zu klären: Werden zum Beispiel weiterhin Beiträge paritätisch geäufnet oder nicht? Und welche Regeln gelten für die Entlöhnung? Funktionsgerecht und unabhängig vom Jahrgang?

Für solche und andere Fragen werden im "Club Overtime" Antworten gesucht. Wer macht mit?

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