Stereotype verflüssigen, Grenzen verschieben

von Elisabeth Michel-Alder

Roger Federer revolutioniert Altersbilder

Wahrnehmung zählt, nicht Wirklichkeit. Wer von Jahrgängen unter 1960 Innovationsskepsis erwartet, wird Bestätigung finden. Oder überzeugt sein, ohne genau hinzuhören. Das Schlimmste an Stereotypen ist, dass die Betroffenen sie übernehmen. Ältere Wanderer begnügen sich mit leichteren Routen, ohne ihre Kräfte an höheren Zielen überhaupt zu testen.

Im demografischen Wandel, der uns länger jung erhält, muss sich die Gesellschaft allmählich von Altersbildern verabschieden, die auf die Grosselterngeneration zutrafen. Dieser Lernprozess ist langsam; beschleunigen lässt er sich durch intensive Diskussionen auf allen Ebenen. Und mit tatkräfter Hilfe breit akzeptierter Vorbilder. Roger Federer ist so ein überzeugender Musterbrecher. Im forgeschrittenen Alter von 33 Jahren rückt er an die Tennis-Weltspitze vor.

Wer weiss, vielleicht erleben wir in ein paar Jahren einen 40Jährigen zuoberst auf der Rangliste?

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Rssfeed