Steigende Arbeitsmarktchancen für Mauerblümchen

von Elisabeth Michel-Alder

Tausende Lehrstellen bleiben auch in diesem Spätsommer unbesetzt, weil jetzt die zahlenmässig mageren Jahrgänge von der Schule ins Arbeitsleben wechseln. Aus Scharen von Zuwanderern werden gemäss offizieller Statistik Schärchen. Weil gleichzeitig die Wirtschaft floriert, verschärft sich an manchen Stellen der Arbeitskräftemangel und für gewisse Jobs erhalten plötzlich Personen Einladungen zum Job-Interview, die noch vor fünf Jahren aus Abschied und Traktanden fielen.

In den USA werden in ausgewählten Regionen laut Berichten der Wirtschaftspresse jetzt Missetäter in Halbgefangenschaft in Montagehallen beschäftigt. In Mittel-England können lange verschmähte Wiedereinsteigerinnen plötzlich zwischen mehreren Weiterbildungsangeboten grösserer Firmen wählen. Teilzeitbeschäftigte fordert man zur Erhöhung des Beschäftigungsgrades auf; ein Wunsch, der jahrelang auf taube Ohren stiess.

Und wie ist die Realität in der Schweiz? Lässt sich ein Schub an Arbeitsmarktattraktivität für Ältere, Behinderte, Quereinsteigende, Teilzeitfrauen usw. beobachten, bevor die Handelskriege eine wirtschaftliche Kälteperiode auslösen?

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