Produktivitätsgewinne verteilen

von Elisabeth Michel-Alder

Jahr für Jahr laufen die Rädchen des Wirtschaftssystem besser; die Produktivität steigt. Nun schlagen die Gewerkschaften vor, diese Gewinne für eine Kürzung der wöchentlichen Arbeitszeit der Individuen zu nutzen. 35 statt 40 Wochen bei gleichem Lohn. Ja, das ist eine der Möglichkeiten. Nur eine.

Im digitalen Umbruch der Arbeitswelt wären Investitionen in attraktive Weiterbildungen für alle, die sich umorientieren wollen oder müssen, gleichermassen diskussionswürdig. Gutscheine für eine Auszeit zum Nachdenken und Auftanken in jedem Lebensjahrzehnt, eine Art zeitlich begrenzter Vorbezug des Ruhestandes, wäre ein sinnvoller Impuls für die Lebensweg-Gestaltung. Die Integration der vielfältigen Kinderbetreuung ins öffentliche Bildungswesen würden viele Familien als gesellschaftlichen Fortschritt feiern. Wo liegen die Präferenzen der Erwerbstätigen?

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