Ist Gesundheit matchentscheidend?

von Elisabeth Michel-Alder

Leuchtet ja intuitiv ein: Gesunde arbeiten bis zum 64./65.Geburtstag oder zum Teil weit darüber hinaus. Wer unter ernsthaften Krankheiten leidet, zieht sich frühzeitig in einen Schonraum mit weniger Anforderungen zurück.

Gut möglich, dass die einfache Gleichung ins Land der Märchen gehört. Im Rahmen des Forschungsprojektes "Älterwerden" kommen 50 höchst diverse Lebensgeschichten von Frauen und Männern unter die Lupe, die auch jenseits von 70 ausserhalb der eigenen Familie produktiv tätig sind. Die Vermutung, es handle sich um Gesundheitsprotzen, wird klar widerlegt. Mindestens im untersuchten halben Hundert aus allen sozialen Schichten sind lebensbedrohliche und arg belastende gesundheitliche Beeinträchtigungen an der Tagesordnung. Auffällig ist allerdings die Art des Umgangs mit Krankheiten, ist die Bedeutung, die gesundheitlichen Belastungen zugemessen wird. Sich gesund oder krank fühlen, ist eine höchst subjektive Angelegenheit.

Weitere repräsentative Studien sind dringend nötig.

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