Höheres Rentenalter - offenerer Arbeitsmarkt?

von Elisabeth Michel-Alder

Längere Erwerbsphase macht vielleicht Investitionen in ü50 attraktiver

Demografieexperten und Ökonominnen drängen auf eine Erhöhung des Rentenalters. Gewerkschaften wollen über dieses Thema am liebsten gar nicht reden. Herr Bundesrat Berset rührt das Eisen, weil mutmasslich heiss, nicht an. Ich denke, vorerst müssten alle Personen ü64 mit Kompetenz und Lust auf weitere Erwerbsarbeit diese auch leisten können und dürfen. Also: Freiheitliche, freiwillige Lösung.

Doch leise Zweifel sind da, ob das der Weisheit letzter Schluss ist. Der Arbeitsmarkt ist für Ältere abweisend, aber er könnte sich rasch ändern, wenn alle bis 68 oder 70 im Job blieben. Einen 59jährigen Techniker einzuarbeiten lohnt sich, wenn er weitere zehn engagierte Jahre vor sich hat. Noch vier dreijährige Klassenzüge würde eine 55jährige Mittelstufen-Lehrerin betreuen, selbst wenn sie zuvor ein halbjähriges Sabbatica einschaltet.

Die Einstellungs- und Einarbeitungschancen für Reifere, so lässt sich spekulieren, könnten sich in einem neu definierten gesetztlichen Rahmen erweitern, erhöhen und positiv enbtwickeln.

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